JUGEND 15.09.2021

Und alle folgen ihm: Mo Ali FC besucht mit 96-Profi Patrick Twumasi das Training der C-Junioren


Wenn man neben Kulttrainer José Mourinho in die Kamera gelacht, Seite an Seite mit Neymar seinen Daumen nach oben gereckt hat und gemeinsam mit dem früheren Dortmunder Achraf Hakimi auf dem Trainingsplatz stand, dann kann gemeinhin nicht mehr viel kommen. Doch Mo Ali suchte den neuen ultimativen Kick – und fand ihn beim TuS Altwarmbüchen. Für eine Trainingseinheit kam der kanadische Fußball-Influencer, der mit 1,1 Millionen Instagram-Abonnenten und 3,4 Followern bei TikTok unter „Mo Ali FC“ in der Szene durchaus einen Namen hat, nun nach Niedersachsen. „Sein Konzept ist es, mit bekannten Persönlichkeiten aus dem Fußball Skillvideos zu drehen“, erklärt Christoph Koch, der das C-Juniorenteam des TuS gemeinsam mit Nils Kühnen trainiert und den Kontakt zu Ali herstellte. „Seine Follower können diese Übungen dann selbst nachspielen.“

Normalerweise ist Ali in den ganz großen Spielstätten zu Hause. Das Philips-Stadion der PSV Eindhoven in den Niederlanden sowie die Veltins-Arena von Schalke 04 sind nur zwei der traditionellen Grounds, auf denen in der Vergangenheit ähnliche Clips entstanden sind. Nun war also das Sportzentrum an der Seestraße sein Anlaufpunkt, dessen Rasenplätze sich dank der grandiosen Arbeit von Platzwart Siegfried Lux keinesfalls hinter den eleganten Teppichen dieser Fußballwelt verstecken müssen.

Die C-Jugendlichen des TuS staunten nicht schlecht, als ihnen zu Beginn ihrer normalen dienstäglichen Trainingseinheit mit Ali und Patrick Twumasi plötzlich zwei bekannte Gesichter entgegengrinsten, die auf dem Altwarmbüchener Geläuf – stets verfolgt vom eigens mitgebrachten Kameramann – just ihre Übungen vollführten. Ali und Twumasi hatten sich vor Jahren in der Türkei kennengelernt, wo der ghanaische Angreifer vor seiner 96-Zeit für den Gaziantep Futbol Kulübü auflief.



Und wenn schon mal solch prominenter Besuch vor Ort ist, lässt man ihn auch nicht so einfach wieder gehen. Als die obligatorischen Erinnerungsfotos im Kasten waren, richtete Twumasi ein paar warme Worte an die Altwarmbüchener Nachwuchsfußballer, die – im Spielerkreis stehend – andächtig an den Lippen des Profis hingen. „I wish you all the best of luck – and keep working hard“, diese Worte haben aus dem Munde eines berühmten Fußballers natürlich noch einmal ein anderes Gewicht.





Beim anschließenden Training mit Ali ging es dann auch direkt richtig zur Sache. Die Freude war allen anzusehen, auch wenn es mitunter anspruchsvoll war, was der erfahrene Coach für die Bezirksligakicker, die nach ihrem Aufstieg in die neue Spielklasse mit einem Sieg und einer unglücklichen Niederlage in die Saison gestartet sind, vorbereitet hatte. Mehrmals den Ball hochhalten und am Ende vier auf Hütchen abgelegte bunte Kugeln aufnehmen, noch bevor der Ball wieder am Boden angekommen ist, war nur eine der Übungen, die der in Boston lebende Influencer im Repertoire hat. Es gelang selbstredend nicht alles sofort, aber der Spaß war wirklich jedem anzusehen. Und auf die obligatorische Frage zu Hause „Wie war’s denn heute beim Training?“ kam ausnahmsweise mal mehr zurück als das übliche „Gut“ eines 13- oder 14-Jährigen. „Heute waren Mo Ali und der Patrick Twumasi da“, erzählten die Jungs ihren Eltern begeistert.

Und wer weiß; vielleicht hat ja auch Ali daheim berichtet: „Ich war heute beim TuS Altwarmbüchen. Wirklich richtig super Jungs und klasse Trainer da. Kann ich nur empfehlen.“

Ole Rottmann (or), 14.9.2021


 
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